WoHo – das Wohnhochhaus

Ein Stadtquartier geht in die Höhe

Die lebendige und erfolgreiche Kreuzberger Mischung nehmen wir auf, und zwar hochkant. Im WoHo mischen sich Bewohner wie auch Wohnungstypologien in einem Holzhybrid-Hochhaus mit stattlichen 98 Metern und 29 Etagen. Wohnen für Menschen aller Möglichkeiten, dazu öffentliche Bereiche für die Nachbarschaft. Hier entsteht ein neuer Kiez für alle. Wenn das nicht Potenzial für ein Wahrzeichen hat.

Das Projekt befindet sich im Bebauungsplanverfahren, mit einer Fertigstellung wird frühestens ab 2026 gerechnet.

WoHo: Wo denn?

Zwischen Anhalter Bahnhof, Tempodrom und Kanal wird die Berliner Skyline um eine Silhouette reicher. Ein modernes, nachhaltiges Wohnhochhaus in Holz schenkt der Hauptstadt, wovon Reisende nach Sydney, London oder Wien schon lange schwärmen: eindrucksvolle, erhabene, schlanke Schönheiten, die gerne zu Wahrzeichen für ein neues Lebensgefühl in den Metropolen werden.

WoHo: Wieso vier?

Das Architekturbüro Mad arkitekter in Oslo hat für das schmale, lange Grundstück an der Schöneberger Straße einen Entwurf mit vier Baukörpern unterschiedlicher Höhen geschaffen. Warum? Damit erreichen wir zum einen eine optimale Flächennutzung bei exzellenten Licht- und Klimaverhältnissen. Und zum anderen schenken offene Durchgänge allen Passant*innen begrünte, neue Wege in ihre Kiezkultur – zum Velodrom und Mendelssohn-Bartholdy-Park.

WoHo: Wer und Was?

Oben öffentlich, unten auch: Die Bereiche in den Erdgeschossen aller vier Baukörper bleiben öffentlich. Kleine Lebensmittelläden, Lese-Cafés, Ateliers, Allmenderäume oder die DIY-Werkstatt verbinden Gewachsenes und Neues.
Überhaupt wird es in den sieben Sockelgeschossen bunt und quirlig: Über Eingänge in den Hofflächen und natürlich die öffentliche, begrünte Außentreppe erreichen angestammte Nachbarn und Neuberliner ihre Kita, den Hort, die Kiezkantine und den Urban Gardening Bereich. Und in luftiger Höhe stellen wir uns eine Wellness-Oase mit Sauna und Bar für alle Berliner*innen vor. Wow, klingt verrückt? Wie auch immer. Der öffentliche Dachgarten im 29. Stock des Hauptturmes bietet den Besuchern eine 360 Grad Sicht über Berlin. Fans des London Eye werden entzückt sein, versprochen.

WoHo: Wie geht das?

Die WoHo-Programmierung „Vertikale Mischung“ kann zum Vorbild für andere Wohnhochhäuser der Zukunft werden. „Sie entspricht voll umgänglich den Vorgaben des Hochhausleitbilds des Berliner Senats“, so Senatsbaudirektorin Regula Lüscher nach der Bekanntgabe der Jury-Entscheidung. Friedrichhain-Kreuzbergs Bezirksstadtrat Florian Schmidt konstatiert, dass das Leuchtturmprojekt WoHo zeigen wird, wie ein Umbau der Stadt zu einem sozialen und ökologischen Paradigmenwechsel möglich ist.

WoHo: Wieso vertikal?

Eine der unbestrittenen Besonderheiten Berliner Wohnensembles sind die Menschen aller Couleur und Höfe, auch als „Berliner Mischung“ bekannt. Sie sind das Herz von Wohnhäusern, Remisen und Gewerbeeinheiten seit alters her. Diese fantastische Idee für Vielfalt und Kultur kopieren wir ins WoHo – und machen sie noch ein bisschen besser. Die Höfe werden begrünt und verbinden über ein Netz an Wegen das Innen und Außen. Sie öffnen Durchgänge und Passagen quasi in alle Himmelsrichtungen und vereinen die Urbanität Kreuzbergs mit den Menschen, die in diesem vertikalen Quartier leben, arbeiten oder eben auch nur flanieren. Es grünt so grün in den natürlich öffentlichen Außenbereichen, wo reichlich Klettergerüste, Rutschen und ruhige Ecken zum Verweilen laden.

WoHo: Wieviel, was und für wen?